Denn ich verkünde dir große Freude!

Mit diesen Worten beginnt die Weihnachtsgeschichte! Und gerade in diesem Jahr, wo alles ganz anders ist als sonst, tun diese Worte so gut!
In den vergangenen drei Wochen haben Anne von kleineweggedanken.de (schaut undbedingt mal bei ihr vorbei!) und ich das Konzept der bewegten Krippe aus meinem letzten Blogbeitrag so weiterentwickelt, dass jeder ganz einfach zuhause mitmachen kann!

Damit bei dir und mir manche Furcht und Sorge Platz machen muss – für Kekse und Punsch und Kerzenlicht, für Zusammensein und Glücklichsein und für ganz viel von der großen Freude, die Gott uns an Weihnachten macht! Herausgekommen ist eine Krippe, die genauso bunt und lebendig ist wie die Geschichte von der sie erzählt.

Du suchst die Anleitung, Downloadgeschichten und alles, was du brauchst, um die Kleine Räuberkrippe mitzumachen? Die findest du ab sofort unter diesem Link. 
Auf Instagram habe ich jedes Jahr ein paar Gedanken zu den Geschichten und Figuren geteilt. Meine Beiträge aus dem ersten Jahr der kleinen Räuberkrippe, 2020, findest du jetzt hier.

Teil 1: Erster Advent

Ich glaube so sehr gefreut habe ich mich auf den Advent zum letzten Mal als ich ein Kind war! Nach so vielen Wochen der Vorbereitung konnte ich kaum erwarten, wie dem Räuber die KleineRäuberKrippe wohl gefallen würde. Und als ich heute morgen die Adventskiste vor der Türe versteckt und heimlich geklingelt habe, war ich mindestens genauso aufgeregt wie der Räuber!

„Boah! Mandarinen!“, „Guck mal Papa, ein Esel!“ Lautstark wurde das Auspacken der Kiste begleitet. Und dann ging es mit dem Esel Henry auf die Reise – einmal um die Welt und 2000 Jahre zurück. Wir haben es sehr genossen, alle drei 🤩
Der Esel hat mittlerweile seinen Platz auf dem Krippen-Regal gefunden und die Kiste packen wir heute Nachmittag nochmal aus, wenn wir uns bei Tee & Keksen die Geschichte von Esel Henry auf der Toniebox nachhören. 

Teil 2: Hurra!

„Hurra – ein Geschenk!“
So schallte es heute morgen durch die ganze Wohnung, als der Adventskalender geöffnet wurde.

„Hurra – eine Eselgeschichte!“
So klang die Begeisterung als es ausgepackt wurde und der zweite Teil der Kleinen Räuberkrippe zum Vorschein kam.

„Hurra – Gott hat etwas besonderes mit dir vor!“
So berichtet der Engel in der heutigen Geschichte Maria von den Kind in ihrem Bauch.

„Hurra – Gott kommt auch zu mir!“
So singt Maria vor Freude über die gute Nachricht, dass Gott nicht nur zu den großen und wichtigen kommt, sondern auch zu einer unbekannten jungen Frau aus dem Dorf Nazareth. Und zu mir. Und zu dir!

„Hurra!“ – Stimmst du mit ein?
Was macht dir heute Freude?

Teil 3: Klischee und Realität

Für uns klingt es vielleicht gerade wie ein Wunschtraum: Reisevorbereitungen treffen, Koffer packen, für eine Wanderung in Gesellschaft um sich mit der Familie in der Heimat zu treffen.

3 Wochen vor der Geburt ist die Aussicht auf eine Reise von 160km bei Hitze und zu Fuß, ohne Möglichkeit der Hotelreservierung unterwegs und am Zielort wohl eher ein Albtraum.

Im 7.Monat meiner Schwangerschaft mit dem Räuber sind wir zwei Wochen durch Israel gereist. Dabei ist eins meiner liebsten Bilder entstanden. Ich habe es sehr genossen, in diesem vielfältigen und wunderschönen Land unterwegs zu sein. Aber ich habe auch gemerkt wie es mir schnell auf den Kreislauf geschlagen hat, wenn wir zu lange unterwegs waren.

Wie ging es wohl Maria?
Ohne Mietwagen und Klimaanlage?
Mit 9-Monats-Bauch, Übungswehen, Wasser in den Beinen und Rückenschmerzen?
Mit dem Wissen dass sich alle Vorbereitungen für die Geburt zuhause mit vertrauten Geburtshelfern gerade in Luft auflösen?

Während ich gestern das neue Kapitel der Kleinen Räuberkrippe aufgebaut habe, musste ich lachen über die weichgespülte Kulisse unserer Figuren: Maria die sanft den Bauch streichelt und Josef der andächtig in freudiger Erwartung daneben steht.
In Gedanken stellte ich mir vor wie die Szene wohl wirklich war. Also holte ich Socken, Kisten und Papier, der Räuber brachte etwas Reiseproviant aus der Kinderküche und dann richteten wir ein kleines Chaos an in unserer Krippenlandschaft, die jetzt mehr Realität abbildet als je zuvor.
Und während ich noch über Marias Stimmung zwischen Schwangerschaftshormonen, Angst und Vertrauen auf Gottes Zusage nachdachte und überlegte ihr dicke Kajal-Tränen aufzumalen, teilte der Räuber seinen liebsten Reiseproviant mit dem Paar: Schokolade aus seinem Adventskalender 💕

Inspiriert von dem Artikel „Blut, Schweiß und Tränen“ von Anne Gorges – ein Blick auf Klischee und Realität von Heilig Abend. So lesenswert!

Teil 4: Begegnungen

Der vierte Advent – und so langsam kommt Bewegung in die Krippenlandschaft: Josef, Maria und Henry, die Schafe und Hirten, sie alle sind in Bewegung, unterwegs zum Stall.

Heilige Nacht – Gott ist unterwegs! Raus aus der himmlischen Comfortzone – zu uns! Er wartet nicht bis wir kommen, sitzt nicht weit oben auf seinem Thron und gewährt gelegentlich Audienz.
Er kommt dahin, wo wir zuhause sind: Zu den Hirten aufs Feld und in den Stall, zu Petrus ins Fischerboot, zu Zachäus an den Esstisch, zu Maria und Martha ins Wohnzimmer.

Und zu mir. Er setzt sich in unser Wohnzimmer wenn ich nach Feierabend den Baum betrachte, fährt mit mir Auto wenn ich zur Arbeit hetze und sitzt mit mir neben dem Bettchen wenn der Räuber krank ist.
Ohne Abstand, ohne Maske, ist er einfach da und wartet, bis ich Zeit für ihn habe. Weil er immer Zeit hat für mich.

Und wo begegnet er dir?

Teil 5: Verrückt

Das Jahr 2020
Ein verrücktes Jahr geht zu Ende. Voller Höhen und Tiefen. So viel Ruhe, so viel Trubel. So viel Freude, so viel Verzweiflung. So viele Grenzen und so viel Übersichhinauswachsen.

Das Jahr 0
Eine verrückte Reise geht zu Ende. Voller Höhen und Tiefen. So viel Ruhe, so viel Trubel. So viel Freude, so viel Verzweiflung. So viele Grenzen und so viel Übersichhinauswachsen.

Und gemeinsam stehen wir hier an dieser Krippe – Josef, Maria, Henry und die Hirten. Der Räuber, sein Papa und ich. Und staunen, dass Gott Mensch wird, weil er es nicht erwarten kann sein Leben mit uns zu teilen. Weil er unsere Hochs und Tiefs sieht und uns neue Hoffnung schenken will. Von 0 bis 2020. Jeden einzelnen Tag.